
Ein Stück weit neu erfunden präsentierte sich der Leipziger Chor Gospel Changes am Sonntag (27. September 2026) in der Kitzener Kirche beim Kultursonntag des Fördervereins. Die neue Chorleiterin Simone Grundmann hat neue Aspekte in die Auftritte gebracht, die für all jene, die den Chor schon einmal früher erlebt hatten, positiv überraschend daher kamen. Sänger und Chorsprecher Ralf Borschinsky: „Es ist so, dass Simone Grundmann frischen Wind in den Chor gebracht hat. Vor allen legt sie Wert auf eine stärkere Bühnenpräsenz.“ Zum Ausdruck kommt das in Form von Gestik und Körpersprache. Seinen Worten zufolge wird das Piano sparsamer eingesetzt, so dass der Chorgesang besser zur Geltung kommt. Das reichte schließlich bis zum A-Capella-Gesang.

Der Konzerttitel „Gospel around the World“ wurde für das Konzert gewissermaßen mit einem Untertitel unterlegt. Man habe den Auftritt unter das Motto Frieden gestellt, sagte Grundmann. So gesellten sich zu bekannten Gospel-Songs Rezitationen. Zum Beispiel zu den Klängen von „Go down Moses“ waren das Friedenszitate bekannter Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer und Indira Ghandi sowie aus der Bibel. Dazu kam eine Variation des Gleichnisses von „Die drei Siebe“, das dem griechischen Philosophen Sokrates zugeschrieben wird und das sich gegen Lüge und Klatsch wendet.

Mehr als 80 Besucher in der Kirche waren angetan von dem gut 70-minütigen Auftritt des Chors, der in einer Zugabe gipfelte, bei der Grundmann das Publikum zum Background-Chor bei dem Coldplay-Titel „And so we pray“ machte. So endete das Konzert in gegenseitigem Beifall und Jubelrufen.